Allen Jones – Hutständer, Tisch und Stuhl
Allen Jones gehört neben David Hockney, Peter Philipps und R.B. Kitaj zur zweiten Generation der britischen Pop Art. Als Mel Ramos 1964 seine ersten “Pin-up Girlies” in New York ausstellte, entdeckte auch Jones die erotischen Stereotypen gängiger Männermagazine. Comic-Figuren wie Batman und Wonder Woman gehörten längst zum Repertoire der Pop Art. Die schematisierten, nahezu comic-haften Pin-up-Illustrationen oder auch Fotografien, wie sie etwa im Esquire seit den 30er Jahren und schließlich im 1953 gegründeten Playboy erschienen, konnten diese Motivlinie fortsetzen.
Allen Jones entwickelte in New York einen Stil, der leuchtende Farbfelder mit gezeichneten, “fetischistischen” Elmenten der Erotikindustrie verband. Ab 1969 – Jones war zu diesem Zeitpunkt Gastprofessor in Hamburg – arbeitete er wie auch John de Andrea und Duane Hanson an einem Ensemble lebensgroßer Fiberglasplastiken. Das Ensemble setzt sich aus drei Figuren zusammen, die gleichezitig exhibitionistisches Pin-Up-Girl, erotisch bekleidete Schaufensterpuppe und Möbelstück sind: Bekleidet mit beinlangen Stiefeln, Tanga, Lederhalsband und durchsichtigem Nylon-Bolero, fungiert die aufrecht stehende “Empfangsdame” als Garderobenständer.
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